Was ist Bitcoin?

Was ist Bitcoin?

Unser Geldsystem ist kaputt, darüber war sich auch ein Softwareentwickler, der unter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto arbeitete bewusst. Deswegen entwickelte er den Bitcoin.

Warum ist Bitcoin besser als unser Geldsystem?

Zunächst einmal müssen wir verstehen, wie unser Geldsystem funktioniert und wo eigentlich das Problem liegt. Geld wurde erfunden, um den Handel zu vereinfachen und um als Wertspeicher zu dienen. Angenommen, ich verdiene mir heute durch meine Arbeitsleistung 10 Äpfel, dann kann ich diese Arbeitsleistung in Form von Geld abspeichern.
Wenn ich dann in einem Jahr 10 Äpfel brauche, möchte ich für mein Geld 10 Äpfel bekommen. Leider ist es so, dass ich im Laufe der Zeit immer weniger für mein Geld bekomme. Nach 20 Jahren gibt es vermutlich nur noch 5 Äpfel, für meine abgespeicherte Arbeitsleistung. Das heißt also, dass die Leute, die ihr Geld nicht verprassen, für ihre Sparsamkeit bestraft werden. Unser Geld ist also inflationär, was daran liegt, dass die Staaten soviel Geld erschaffen, wie es ihnen lieb ist. Unser Erspartes ist immer ein Teil vom Kuchen, aber der Kuchen wird immer größer. Es kann doch nicht sein, dass wir für das, was wir leisten, im Laufe der Zeit bestraft werden. Das dachte sich aus Satoshi Nakamoto und er erschuf mit dem Bitcoin ein deflationäres Geldsystem. Das bedeutet, dass der Wertspeicher im Laufe der Zeit nicht an Wert verliert, sondern höchstwahrscheinlich sogar zulegt.

Wieso ist Bitcoin deflationär?

Die Anzahl der Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt. Es wird nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben, was bedeutet, dass nicht einmal genug Bitcoins für jeden Millionär dieser Welt existieren. Kein Staat der Welt, keine Entität wird jemals in der Lage sein, mehr Bitcoins zu erschaffen. Durch die Knappheit steigt der Wert der Bitcoins im Laufe der Zeit immer weiter.

Wieso wird es nie mehr als 21 Millionen Bitcoins geben?

Unser Geld, wie wir es heute kennen wird gedruckt. Die Staaten können soviel Geld drucken, wie ihnen lieb. Außerdem lässt Fiat Geld sich fälschen. Beim Bitcoin ist das aufgrund der Blockchain Technologie nicht möglich. Jede Transaktion wird beim Bitcoin in sogenannte Blöcke geschrieben. Diese Transaktion bleibt für immer in der Blockchain und wird nie wieder gelöscht. Es lässt sich also immer nachvollziehen, von welcher Bitcoin Adresse wie viel Geld an eine andere Adresse geschickt wurde. Dadurch lässt sich die Menge nicht fälschen oder ändern. Stell dir die Blockchain, wie eine riesengroße Word Datei vor, die sich auf deinem Rechner befindet. Du könntest jetzt ja theoretisch eine gefälschte Transaktion in diese Datei schreiben, die sagt, dass 100 Bitcoins an deine Adresse geschickt wurden. Um die Möglichkeit dieser Fälschung zu verhindern, gibt es tausende identische Kopien der Blockchain, die sich in den sogenannten Nodes befinden.
Nodes validieren jeden Block und jede Transaktion, bevor sie der Blockchain hinzugefügt werden, und dienen somit als Schiedsrichter des Bitcoin-Netzwerks, die die Regeln darüber festlegen und durchsetzen, welche Transaktionen und Blöcke gültig und welche ungültig sind.
Es lassen sich also nie falsche Transaktionen in die Blockchain schreiben, da dies sofort auffallen würde und als ungültig gelten würde.

Wie werden Bitcoins hergestellt?

Bitcoins werden gemined, oder zu deutsch geschürft. Wir müssen uns ein gigantisches Bällebad vorstellen. In diesem Bällebad befanden sich 21 Millionen Bälle mit einem „B“, die Bitcoins. Am Anfang war es ganz einfach einen Bitcoin zu finden. Deswegen wurden die ersten Bitcoins auch mit herkömmlichen PCs geschürft. Wer ganz am Anfang dabei war, konnte tausende von Bitcoins schürfen und ist heute reich. Inzwischen wurden schon 18,8 Millionen Bitcoins „gefunden“. Damit nicht nach alle „Bälle“ in kürzester Zeit gefunden werden, wird der Schwierigkeitsgrad ständig angeglichen. Desto mehr Miner, also Leute, die nach Bällen suchen, es gibt, desto schwerer wird das suchen.
Alle 10 Minuten wird ein neuer Block in die Blockchain geschrieben. In jedem dieser Blöcke befinden sich z.Zt. 6,25 Bitcoins. Durch das Halving wird die Anzahl der Bitcoins, die in die Blöcke geschrieben werden, halbiert. Nach dem nächsten Halving kommen also nur noch 3,125 Bitcoins in jeden neuen Block.
Da alle 4 Jahre nur halb so viele Bitcoins in jeden neuen Block geschrieben werden, werden voraussichtlich erst alle Bitcoins im Jahre 2078 geschürft sein.

Sollte ich in Bitcoin investieren?

Am Anfang gab es nur ein paar Dutzend Menschen, die Bitcoins besaßen. Die Zahl der Bitcoin Investoren stieg zwar ständig an, aber es war definitiv ein sehr riskantes Investitionsprodukt. Inzwischen gibt es Bitcoin Futures und ETFs und es gilt sogar als offizielles Zahlungsmittel in El Salvador. Ich bin mir sicher, dass noch weitere Länder folgen werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir erst am Anfang sind. Eines Tages werden wir auch in Deutschland Bitcoins bei unserer Hausbank kaufen und im Geschäft damit bezahlen können. Ich persönlich glaube aber an den Bitcoin und ich investiere jeden Monat in ihm. Ob du Bitcoins kaufen solltest, musst du ganz alleine selbst entscheiden.

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