Erfahrungsbericht AMD Ryzen 7 3700X

Erfahrungsbericht AMD Ryzen 7 3700X

Vor ein paar Wochen dachte ich mir, dass es mal an der Zeit wäre mir eine neue CPU zu gönnen. Ich entschied mich nach etwas Recherche für den AMD Ryzen 7 3700X.
Die letzten 9 Jahre arbeitete ich mit einem Intel Core 2 Quad Desktop-Prozessor Q6600, den ich in einem Tower mit mehreren Festplatten verbaut hatte. Unter Linux hat der Prozessor meine Bedürfnisse eigentlich voll erfüllt.

Ich gebe zu, die Ketchup-Senf Verkabelung ist nicht gerade schön, aber das ist auf der Rückseite des Mainboards und von vorne durch die Scheibe kaum zu sehen.
Ich habe mit dem Rechner jahrelang getradet und gebloggt. Da ich mich jetzt aber mal an Timelapse Videos herangewagt habe und dazu tausende von Bilddateien zu einem Video zusammenfügen muss, kam mein alter Intel Q6600 doch an seine Grenzen. Das Rendern von Videos hatte mir schlicht und einfach zu lange gedauert.

Warum AMD statt Intel?

Ich bin ja Linux User und bekanntlich fühlen sich AMD Grafikkarten in Linux wesentlich wohler, als beispielsweise Nvidia Graffikkarten.
Ich hatte mir zwar jetzt noch keine neue Grafikkarte besorgt, aber werde das bestimmt in absehbarer Zeit tun. Wenn in meinem System nun ein AMD Prozessor seine Arbeit verrichtet, dann freut sich eine neue Grafikkarte bestimmt, wenn schon eine CPU vom gleichen Hersteller verbaut ist.
Aber mal im Ernst, bei AMD scheint das Preis Leistungsverhältnis etwas besser als bei Intel zu sein. Den Ryzen 7 3700X nahm ich, weil er preislich in einem Bereich lag, den ich gewillt war auszugeben und weil die Performance für meine Zwecke definitiv reichen sollte.

Da der AMD Prozessor natürlich einen anderen Sockel hat, als mein alter Intel, besorgte ich mir auch gleich ein neues Mainboard von MSI, nämlich das X570-A PRO AMD X570. Und da mein DDR1 Arbeitsspeicher jetzt nicht mehr zum Mainboard passte, kamen auch noch 2 16GB G.Skill Aegis DDR4-3000 DIMM Module in den Einkaufskorb.

Der Einbau

Der Einbau war eigentlich ziemlich leicht. Neues Mainboard ausgepackt, CPU drauf gesteckt, mitgelieferten Lüfter montiert (Wärmeleitpaste war aufgetragen), Arbeitsspeicher drauf gesteckt, fertig. Allerdings kam beim booten immer nur ein Piepton und der Rechner fuhr nicht hoch. Ich dachte natürlich, ich hätte etwas falsch gemacht. Es stellte sich aber heraus, dass eines der RAM Module defekt war.

Die Performance

Ist es sinnvoll einen 10 Jahre alten Prozessor, mit einem hochwertigen Modell von heute zu vergleichen? Ich denke schon, denn nicht alle PC Anwender sind auch Gamer und kaufen sich andauernd die neusten Komponenten für ihr System. Für mich hat sich das Upgrade definitiv gelohnt. Jetzt kann ich problemlos einen Ordner mit über 1000 großen RAW Bildern in Gimp öffnen, ohne dass ich Angst haben muss, dass mir der Rechner abschmiert. Tasks, die vorher 10 Minuten gedauert haben, dauern jetzt ein paar Sekunden. Alleine die Zeitersparnis ist die Investition wert.
Es macht einfach viel mehr Spaß an einem schnellen Rechner zu arbeiten.
Der erweiterte Arbeitsspeicher trägt natürlich auch zur besseren Performance bei.

Fazit

Linux ist in der Lage deutlich mehr aus alten PCs zu holen, als Windows. Aber wenn es an aufwendige Tasks geht, bei denen die CPU in die Knie gezwungen wird, lohnt es sich definitiv mal ein paar Euro in die Hand zu nehmen und in bessere Hardware zu investieren. Fragt sich nur, was ich mit den alten Komponenten anstelle. Vielleicht baue ich mir da eine NAS draus.

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